Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erweitert die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung und wirkt zugleich auf die interne Unternehmenssteuerung zurück. Der vorliegende Beitrag untersucht, welche Folgen sich daraus für ein wertschöpfungsorientiertes Controlling ergeben. Im Mittelpunkt stehen regulatorische Vorgaben, Anforderungen an Daten und Systeme sowie organisatorische Schnittstellen zwischen Controlling, Nachhaltigkeitsmanagement und weiteren Unternehmensfunktionen. Die Analyse zeigt, dass Nachhaltigkeitsinformationen künftig stärker in bestehende Planungs-, Kontroll- und Entscheidungsprozesse integriert werden müssen. Voraussetzung dafür sind belastbare Daten, prüfbare Kennzahlen und eine konsistente Verknüpfung finanzieller und nichtfinanzieller Steuerungsgrößen. Dem Controlling kommt dabei eine zentrale Koordinations- und Integrationsfunktion zu. Die konkrete Ausgestaltung hängt jedoch von Unternehmensgröße, Branche, Geschäftsmodell und dem Reifegrad bestehender Steuerungssysteme ab. Einheitliche Lösungen greifen daher zu kurz. Der Beitrag verdeutlicht, unter welchen Bedingungen die CSRD über eine reine Compliance-Anforderung hinaus zu einem Impuls für die Weiterentwicklung einer integrierten und langfristig wertschöpfungsorientierten Unternehmenssteuerung werden kann.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7792.2026.05.11 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7792 |
| Ausgabe / Jahr: | 5 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-09-30 |
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