Die im Februar 2026 veröffentlichte Endfassung der Omnibus-IRichtlinie1 führte einen neuen Mechanismus in die europäische Nachhaltigkeitsberichterstattung ein, der auf den Schutz kleinerer Unternehmen abzielt. Diese sollen nicht mit überbordenden Datenabfragen und damit einhergehenden Verwaltungskosten konfrontiert werden. Die „SME Cap on Value Chain“ ergänzt die in der Richtlinie enthaltenen Einschränkungen des direkten Anwendungsbereichs der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)2 und wird von Befürwortenden der Omnibus-Initiative als Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft hervorgehoben. Wie die kritische Reflexion im vorliegenden Aufsatz aber zeigt, kann dieser neue Schutzmechanismus seine Ziele kaum erreichen – und vielmehr ungewollt eine gegenteilige Wirkung insbesondere für KMU erzielen.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7792.2026.03.09 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7792 |
| Ausgabe / Jahr: | 3 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-05-27 |
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