Die deutsche Gesundheitswirtschaft ist ein zentraler volkswirtschaftlicher Sektor mit hoher Relevanz für nachhaltige Entwicklung. Trotz regulatorischer und sicherheitsbezogener Besonderheiten bestehen erhebliche Potenziale für ressourcenschonendes Wirtschaften. Der vorliegende Beitrag untersucht empirisch, inwiefern nachhaltige Unternehmensstrategien in der Gesundheitswirtschaft Einfluss auf Nachfrage und Zahlungsbereitschaft haben und welche Rolle Corporate-Governance-Strukturen dabei spielen. Auf Basis einer quantitativen Befragung unter 208 Organisationen und eines Stakeholder-Workshops werden sowohl ökologische als auch soziale Nachhaltigkeitsaspekte im Kontext der Lieferantenauswahl und strategischen Steuerung analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Nachhaltigkeitskriterien die Nachfrage und Preissetzung nur dann positiv beeinflussen, wenn grundlegende Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllt sind. Daraus ergeben sich Implikationen für die Corporate Governance: Nachhaltigkeit muss in Entscheidungsstrukturen, Anreizsysteme und Aufsichtsprozesse systematisch integriert werden, um ihren Beitrag zur strategischen Unternehmensführung und langfristigen Wertschöpfung zu entfalten.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7792.2025.06.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7792 |
| Ausgabe / Jahr: | 6 / 2025 |
| Veröffentlicht: | 2025-11-27 |
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